Das Dentalmikroskop - ein unverzichtbares Hilfsmittel ?


Durch den Einsatz eines Dentalmikroskops kann der Zahnarzt, den zu behandelnden Bereich im Mund des Patienten in vielfacher Vergrößerung sehen. Es gibt die Geräte fest installiert im Bereich des Behandlungsstuhls und als tragbare Mikroskope, in der Größe einer Aktentasche. Ausgeleuchtet wird die entsprechende Behandlungsfläche durch einen Lichtstrahl - je nach Modell aus Xenon- oder LED (light emitting diode)-Leuchten. Dies erlaubt es, vergrößerte Ausschnitte frei von Schatten zu sehen. Bei starker Vergrößerung gewährleisten vor allem Xenon-Leuchten ein deutliches Licht, während LED-Leuchten in der Regel über eine lange Lebensdauer verfügen. Über manuelle Vergrößerungswechsler ist es dem Zahnarzt möglich, spontan zwischen verschieden hohe Auflösungen zu wechseln. Das benötigte Licht entspringt je nach Modell einem Lichtkasten und/oder einem Lichtleiter. Lichtkästen sind gegen Überhitzung mit Lüftern ausgestattet. Neuere Dentalmikroskope funktionieren teilweise ohne Kabel. Aus praktischen Gründen verfügen einige Mikroskope über einen sogenannten Neigungsschalter: Wird das Mikroskop in eine bestimmte Ruheposition gekippt, so löscht sich das Licht von selbst.



Diese empfohlenen Zahnärzte bieten bereits Behandlungen mit Dentalmikroskop an
 


Einsatzbereiche des Dentalmikroskops

Verbreitet ist sein Einsatz im Bereich der Endodontie: Der Begriff der Endodontie entspringt dem griechischen Ausdruck 'endodont' - in deutscher Übersetzung bedeutet das so viel wie 'im Zahn befindend'. Dieser Bereich der Zahnmedizin beschäftigt sich also vorwiegend mit der Behandlungen von Krankheiten, die das Zahninnere betreffen. Dazu zählen beispielsweise Erkrankungen am Zahnmark oder an der Zahnwurzel. Beispielsweise bei der sogenannten Wurzelbehandlung ist es über das Dentalmikroskop möglich, sehr genau einen individuellen Zahnwurzelverlauf zu verfolgen. Da die Zahnwurzeln bei jedem Patienten unterschiedlich verlaufen und auch Verästelungen aufweisen können, kann das Mikroskop zu einer effektiven Behandlung beitragen.


Vorteile der dentalen Mikroskope:

Ein wesentlicher Vorteil des Patienten liegt in der sehr präzisen Behandlung. Sie erfolgt aufgrund des Mikroskops unter vielfach detaillierterem Blick des Zahnarztes auf die zu therapierende Stelle. Dieser Vorteil zeigt sich auch bei der oben erwähnten Wurzelbehandlung: Auf herkömmliche Weise wurzelbehandelte Zähne können sich nach einer nicht ausreichenden Behandlung wieder entzünden. So ist es beispielsweise möglich, dass bei Patienten mehr als zwei Wurzelkanäle vorhanden sind, die aber während einer herkömmlichen Behandlung nicht entdeckt werden konnten. Durch den Einsatz der zahnärztlichen Mikroskopie können mögliche Anschlussbesuche beim Zahnarzt aufgrund bleibender Schmerzen möglicherweise verhindert werden. Auch können über ein Dentalmikroskop präventiv feinste Risse - sogenannte Mikrorisse - an Zähnen entdeckt werden. Diese könnten in der Folge einmal zu Zahnproblemen führen oder können bereits mit Schmerzen einhergehen. Durch das Entdecken der Risse kann gezielt therapiert werden. Ein weiterer Vorteil der dentalen Mikroskope liegt für den Patienten in der höheren Hygiene im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungen.



 


 


Letzte Aktualisierung dieser Seite am 16. January 2019 um 00:00:08 Uhr. 

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