Die perfekte Pflege für ihre Zahnprothese

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Pflege einer Teilprothese

Um Schaden an Ihrem Zahnersatz zu vermeiden, beachten Sie folgende Punkte:

1.1 Zur Entfernung von Belag auf Zahnprothesen und Teilprothesen ist das bloße Einlegen in eine Reinigungslösung unzureichend. Nach den Hauptmahlzeiten die Teilprothese mit Zahnbürste und Zahnpasta gründlich reinigen.

1.2 Die Prothese NICHT mit reinem Alkohol reinigen oder in diesen legen.

1.3 Kein Wasch- oder Geschirrspülmittel zur Reinigung verwenden. Ebenfalls die Prothese NIE mit heißem Wasser reinigen oder gar auskochen. Dies könnte zu einer dauerhaften Verformung führen.

2. Die Zahnzwischenräume, die Flächen die dem Gaumen anliegen und besonders jene Teile die Kontakt mit dem Restgebiß im Mund haben, sorgfältig bürsten.(Verbindungsteile bei einem kombinierten Zahnersatz lassen sich sehr schön mit einem speziellen Bürstchen reinigen, das man in der Apotheke oder Drogerie bekommt.)

3. Auch das Restgebiß im Munde nicht vergessen. Hier gelten die normalen Regeln zum täglichen Zähneputzen.


Anmerkung: Die Prothese bleibt formstabil, Ihre Kiefer können sich jedoch verändern. Deshalb sollte der einwandfreie Sitz Ihrer Prothese regelmäßig, ca. halbjährlich, vom Zahnarzt kontrolliert werden. Wenn Beschwerden auftreten, bitte nie zur Selbsthilfe greifen, da dadurch sowohl Ihr Zahnersatz als auch Ihr Kiefer und Ihre Zähne Schaden nehmen können!


Ist Ihr Zahnersatz implantatgetragen (sitzt auf Implantaten), so müssen auch diese sorgfältig gereinigt werden.

Es gilt die Faustregel: Je perfekter Ihre Mundhygiene, desto länger die Haltbarkeit Ihrer Implantate!

Reinigen Sie daher Kronen, Brücken und Prothesen nach jeder Mahlzeit! Nur so läßt sich die Bildung bakterieller Beläge (Plaque) verhindern, die Entzündungen des Zahnfleisches und des Kieferknochens verursachen und dadurch das Implantat gefährden!


Zur Reinigung empfehlen wir:

  • Zahnbürsten
  • Zwischenraum- oder Interdentalbürsten (Drogerien und Apotheken)
  • Zahnseide
  • Baumwollband (bei Stegkonstruktionen)
  • Mundduschen

1. Mit der Zahnbürste reinigen Sie die Oberflächen von Kronen, Brücken und Prothesen.

2. Die Zwischenräume zwischen einzelnen Kronen und Brückenpfeilern kann die normale Zahnbürste jedoch nicht erreichen. Dort empfiehlt sich die Zwischenraum- oder Interdentalbürste.

3. Sind die Zwischenräume selbst für die Interdentalbürste zu eng, dann benutzen Sie Zahnseide, bei Stegkonstruktionen ein Baumwollband. (eine Einweisung durch den Zahnarzt ist hierfür dringend anzuraten, da bei falscher Technik das Zahnfleisch geschädigt werden kann!)

4. Haben Sie die Beläge mit der Zahnbürste und Zahnseide gelöst, können sie diese bequem mit der Munddusche abspülen. Bitte beachten Sie: Die Anwendung der Munddusche alleine reicht nicht aus - es droht Mundgeruch


Der richtige Umgang mit den "Dritten Zähnen"

Die "Dritten Zähne" müssen genauso sorgfältig gepflegt werden, wie das natürliche Gebiss. Durch die moderne Zahntechnik können "Dritte Zähne" heute so perfekt gemacht sein, dass sie weder optisch noch in ihrer Funktion einen Nachteil für den Träger darstellen. Nichts desto trotz wollen sie gut gepflegt sein. Wenn Sie von Ihrem Zahnarzt andere Hinweise bekommen, sind diese selbstverständlich zu befolgen, da sie auf Ihren speziellen Fall abgestimmt sind.

1. Geduld
Geduld ist für die ersten Tage nach der Anpassung der Dritten Zähne das oberste Gebot. Bei manchen Menschen dauert die Gewöhnung nur wenige Tage, bei anderen etwas länger. Am Anfang wird aber jede Teil- und Vollprothese als lästiger Fremdkörper empfunden, den man möglichst schnell wieder loswerden möchte. Lippen, Zunge, Kaumuskeln und Schleimhäute brauchen einige Zeit, um sich an das neue Gefühl zu gewöhnen

2. Anpassung
Sie können den Anpassungsprozess beschleunigen, wenn Sie die neuen "Herausnehmbaren" ständig tragen und nicht immer stundenweise herausnehmen. Hilfreich ist es auf jeden Fall, wenn sie Ihre "Dritten" anfänglich auch über Nacht tragen. So gewöhnt sich Ihr Kiefer schneller an die neue Situation.

3. Druckstellen
Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung, wenn in den ersten Tagen Druckstellen auftreten. Sie verschwinden meist genauso schnell, wie sie gekommen sind. Sollte der Schmerz allerdings nicht nachlassen, sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt darüber. Damit Sie die Problemstelle genau zeigen können, sollten Sie die "Herausnehmbaren" vor dem Arztbesuch mehrere Stunden tragen.

4. Aussprache
In den ersten Tagen kann es manchmal mit der Aussprache bestimmter Wörter kleine Probleme geben. Erfahrungsgemäß bereiten die Laute s, sch, st und z, sowie die Laute f, pf und w die meisten Schwierigkeiten. Kein Grund zur Verzweiflung! Ein bewährtes Mittel erste Unsicherheiten zu überwinden, sind regelmäßige Sprachübungen am besten vor dem Spiegel. Lesen Sie laut und langsam Texte vor.

5. Essen
Es empfiehlt sich, in den ersten Tagen nur kleine Bissen und weiche Kost zu sich zu nehmen. Beißen Sie in den ersten Tagen nicht mit den Schneidzähnen, sondern mit den Eckzähnen oder den vorderen Backenzähnen.

6. Haftmittel
Sollte es nötig sein (trockener Mund, zuwenig Speichel) beginnen Sie mit leichten Haftpulvern! Haftcrems sollten sie nur so lange verwenden, bis Sie den Zahnarzt aufsuchen können!

7. Hygiene
Mundhygiene ist auch bei den "Dritten" oberstes Gebot. Deshalb sollte die zahntechnische Versorgung möglichst nach jeder Mahlzeit am besten mit einer weichen, speziellen Handbürste und Kernseife unter fließendem Wasser gereinigt werden. Eine Zahnbürste und Zahnpasta leiten ebenso ihre Dienste.

8. Pflegemittel
Es ist nahezu unvermeidlich, dass sich sowohl bei den eigenen, als auch bei den "herausnehmbaren" Zähnen Zahnstein ablagert. Eine tiefgehende Reinigung ist daher notwendig. Eigens dafür entwickelte Pflegemittel erleichtern die Reinigung der "Herausnehmbaren". Als Pflegemittel für Ihren Zahnersatz nehmen Sie am besten einfache Seife und eine Handbürste oder spezielle Prothesenbürste.

Implantate erfordern eine spezielle Pflegemassnahme! Fragen Sie diesbezüglich Ihren Zahnarzt nach dafür geeigneten Putzmitteln!

9. Reparaturen
Die meisten Reparaturen die in der Zahntechnik durchgeführt werden, sind Sprünge und Brüche bei zahntechnischen Versorgungen, die auf harte Böden gefallen sind. Daher folgender Tipp: Nehmen Sie Ihre "Dritten" zur Reinigung immer über dem mit Wasser gefüllten Waschbecken oder über einem Handtuch heraus. Und sollte Ihnen trotzdem ein Missgeschick passieren, versuchen Sie keinesfalls Ihre "Herausnehmbaren" selbst zu reparieren.

Die meisten handelsüblichen Klebstoffe lösen das Material auf. Wenn Sie Brillenträger sind, dann kennen Sie bestimmt auch die Vorteile einer Ersatzbrille. Auch Reserve-Dritte helfen, Notsituationen zu verhindern. Ihre Krankenkasse leistet derzeit alle 6 Jahre einen Zuschuss bei neuen "Dritten"! Fragen Sie bitte Ihren Zahnarzt.

10. Kontrolle
Auch wenn die zahntechnischen Versorgung tadellos sitzt, sollten Sie regelmäßig (zweimal pro Jahr) zum Zahnarzt gehen. Dies gilt speziell dann, wenn Sie gewichtsmäßig stark ab- oder zunehmen. Nur wenn Ihre "dritten Zähne" und deren Funktionsfähigkeit regelmäßig überprüft werden, ist die höchstmögliche Lebensdauer von eigenen Zähnen und zahntechnischer Versorgung gewährleistet.

Betrachten Sie diese Termine als Wartungstermine, die nötig sind, um Ihnen lange Freude an Ihren "Dritten" zu ermöglichen.

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Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin

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Ratgeber Zahnmedizin wurde zuletzt am 16. April 2021 um 00:00:08 Uhr aktualisiert.